Madam Eliza

 

 

Heute hatte ich das Vergnügen, den Tag im Kindergarten (bzw. der Vorschule) nebenan zu verbringen. In Kenia gibt es KG1, KG2 und KG3 – ich war im KG 3. Die Kinder sind durchschnittlich 6 Jahre alt – einige sind, andere älter. Der Älteste ist 9 Jahre alt.

 

Die Kinder haben gerade die Prüfungen abgeschlossen und sind eigentlich nur noch am „chillen“ und warten auf die großen Ferien. Wegen mir mussten sie alle nochmal ihre Hefte mitbringen und es wurde noch einmal unterrichtet. Madam Mercy, die Klassenlehrerin, ist wirklich topmotiviert und übt ihre Tätigkeit mit großer Begeisterung aus. Es wird viel gesungen, getanzt und vor allem gelacht, was mir wirklich gut gefiel! 

In der ersten Stunde haben die Kinder Wörter von der Tafel in ihr Heft abgeschrieben. Gar nicht so einfach, denn die Kinder sitzen zu 4 in einer Bank für 2 (59 Kinder sind im Klassenzimmer). Die Meisten legen das Heft auf die Schenkel und schreiben so, oder sie setzten sich gleich auf den Steinboden. Anschließend muss das Ganze natürlich kontrolliert werden. Ich bekam einen Rotstift in die Hand gedrückt und legte los … logisch das alle von mir kontrolliert werden wollten. So komme ich immerhin nicht aus der Übung. 

Nach einer 30 Minuten Pause ging es weiter mit Mathe. Zur Einstimmung wurde ein „Rechensong“ gesungen. Und dann endlich, die Kinder waren schon ganz aufgeregt: Milchpause! Zweimal pro Woche bekommen die Kinder eine Milch, gesponsert von der Regierung. Für viele Kinder ist dies die einzige „Mahlzeit“, die sie bis zum Mittagessen bekommen – daher verständlich, dass sie es kaum erwarten konnten. Madam Mercy übergab mir die Kartons mit der Milch und ich durfte sie verteilen.

In der letzten Stunde wurde dann noch gesungen. Mittlerweile war es Mittag, draußen war es heiß und auch im Klassenzimmer spürte man die Hitze. Alle waren froh, dass sie um 12:00 Uhr endlich raus und nach Hause gehen konnten. Es war ein wirklich super Vormittag 😊

 

 

 

Am Freitagmittag ging ich am Kindergarten vorbei und Madam Mercy erzählte mir, dass ihre Kinder heute Morgen schon überall nach Madam Eliza gesucht hätten. Tja, ich war in der Stadt 😉.